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Buchbeitrag 'Smart, jetzt wirklich' im Handbuch Digitalisierung

Handbuch Digitalisierung,

Ayway Media, Dezember 2016

ISBN: 978-3-9818482-0-5

Frisch im Dezember 2016 erschien das „Handbuch Digitalisierung“, ein Sammelwerk mit Beiträgen verschiedener Autoren aus dem akademischen und praktischen Bereich, rund um das Thema Digitalisierung, für den ich den Beitrag „Smart, jetzt wirklich?“ verfasst habe.

Handbuch Digitalisierung

Das „Handbuch Digitalisierung“ verfolgt ein neuartiges „Open Content“ Redaktionskonzept: alle Beiträge unterliegen einer „Creative Commons “ (CC-BY-SA DE 3.0 ) Lizenz, die eine freie und kostenlose Nutzung unter bestimmten Bedingungen ermöglicht. Sie dürfen also einzelne Artikel auf Ihrer Website übernehmen, sofern diese erfüllt sind.

Buchbeitrag „Smart, jetzt wirklich?“ (S. 187)

Für das Buch habe ich den Beitrag „Smart, jetzt wirklich? verfasst, der sich kritisch mit den Ärgernissen rund um die nicht immer so 'smarten' Geräte und dem „Internet of Things (IoT)“ auseinandersetzt, insbesondere den Aspekten

  • Anwendernutzen und -komfort durch Digitalisierung nicht 'verschlimmbessern',
  • Sicherheit und Aktualisierung der Geräte,
  • Datenschutz und
  • vom Hersteller aufgezwungene Cloud-Dienste.

Jedes 'smarte' oder IoT-Gerät ist nicht mehr sicher nutzbar, sobald der Hersteller die Produktunterstützung eingestellt hat. Noch schlimmer sieht es bei Geräten mit „Cloudzwang“ aus, diese sind häufig nur noch sehr eingeschränkt – meistens gar nicht mehr – nutzbar, wenn der Hersteller den entsprechenden Backend-Dienst einstellt.

Software-definierte Obsoleszenz

Im Prinzip begründet das auch eine neue Kategorie der Obsoleszenz , die „Software-definierte Obsoleszenz“ (software-defined obsolescence SDO), mit der wir in den nächsten Jahren verstärkt zu kämpfen haben werden. Im Buchbeitrag wollte ich dieses Fass aus Platzgründen jedoch nicht gänzlich aufmachen, ich präge hier aber schon mal den entsprechenden Begriff – wir werden ihn in Zukunft benötigen.

Nach Drucklegung des Buches haben auch andere Experten eine ähnliche Problematik aufgegriffen, beispielsweise forderten Frank Rieger und Ron Hendrik Fulda vom Chaos Computer Club (CCC) auf dem kürzlich veranstalteten 33C3 ein „Mindesthaltbarkeitsdatum“ für vernetzte Geräte . Die Lösung kann in der Open Source-Legung der Softwarebestandteile liegen, zumindest nach Ende des Supports. Jedoch gibt es auch dann noch Herausforderungen wie proprietäre Komponenten von Drittherstellern, für die keine Rechte vorliegen, die nötige Infrastruktur, Dokumentation und Community etc.. Ein erstes praktisches Opfer der „Software-definierten Obsoleszenz“ gibt es mittlerweile auch: Käufer der Smartwatch Pebble müssen in Zukunft mit Einschränkungen rechnen , auch wenn der Kollateralschaden hier durch Open Source-Legung größtenteils abgewendet werden konnte.

In meinem Buchbeitrag versuche ich sowohl Herstellern als auch Anwendern praktische Hilfestellung zu bieten und appelliere an Hersteller, Importeure und die Verbraucher- und Datenschutz- und Umweltschutzorganisationen, sich vermehrt mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Gerne erwarte ich Ihre Kommentare, Anregungen oder Fragen zum Beitrag.

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